Lough Mask

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Lough Mask
Bildquelle: www.fish-maps.de

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Rubrik: Seen und Talsperren
Region: Mayo
Fischarten: Aal, Bachforelle, Barsch, Hecht, Rotauge
Angelmethoden:

Geo. Länge: -9.360913
Geo. Breite: 53.598939

Eingebettet in eine traumhafte Landschafts-Kulisse, tief im Westen der Grünen Insel, liegt der Lough Mask. Mit seinen ca. 83 km² zählt er zu den größten Seen in Irland, das glasklare Wasser bietet perfekte Voraussetzungen für einen reichen Fischbestand. Hier, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint und der Duft von Torffeuern in der Luft liegt, findet man noch die typisch irische Gastfreundschaft und der gälische Willkommensgruß „Cead mille failte“ (deutsch: hundertausend-faches Willkommen) ist gelebte Praxis. Überhaupt empfindet man die Gegend als „ur-Irisch“, so wird beispielsweise die alte gälische Sprache in der Region noch im täglichen Umgang praktiziert.

Der See selbst fließt  unterirdisch in seinen „großen Bruder“, den benachbarten 176km² bedeckenden Lough Corrib und letzten Endes über die quirlig-lebendige Westküstenstadt Galway in den Atlantik. Für Angler findet sich hier ein Paradies: Er zählt zu den besten Forellenseen Europas, hier finden die jährlichen Europameisterschaften im „Brown Trout Fishing“ statt. Des Weiteren hat man hier auch die Chance, die selteneren Ferox-Forellen (eine großwüchsige und sich vor allem von Kleinfischen ernährende Unterart der Bachforelle) zu fangen, welche hier zum Teil ein Rekord-Stückgewicht von bis zu 20 Pfund erreichen. Das Fischen auf Bachforellen am Lough Mask zieht sich über den Großteil des Jahres: Die Angelsaison dauert vom 15.2.-15.9 eines jeden Jahres.. Besonders zu erwähnen ist hier die Maifliegenzeit, welche den Höhepunkt für den Fliegenfischer bedeutet: Beim klassischen „Lough-Style-Fishing“, bei dem man vom treibenden Boot bis zu drei Nassfliegen am Vorfach an und knapp unter der Wasseroberfläche tänzeln lässt, steigen immer wieder mehrpfündige Exemplare der traumhaft gezeichneten und kampfstarken Bachforellen ein.

Die Iren selbst gehen oft weitaus pragmatischer an die Sache heran: Von Mitte Mai bis Mitte Juni kann man hier im altirischen „Dapping“ Style mit den Maifliegen erstaunliche Resultate erzielen: mittels Teleskoprute wird dabei die extra angebrachte Dapping-Schnur im Wind fliegen gelassen und das Vorfach  möglichst sanft auf die Wasseroberfläche gesetzt. Irgendetwas muss dran sein an der Methode, die Forellen scheinen ganz besonders auf die Maifliegen zu gehen. Auch Wobbler, Spinner oder Blinker kommen hier in langsamer Fahrt vom Boot aus zum Einsatz und sind immer wieder erfolgreich, wenn es darum geht, kapitale Forellen mit einem Stückgewicht über 10 Pfund zu fangen. Ködertipp: der bei uns recht unbekannte Blinker Tasmanian Devil!

Gut zu wissen: Es gibt eine Fangbeschränkung von vier Forellen am Tag, von maximal eine größer als 4,54 Kilogramm (= 10 englische Pfund) sein darf. Das Mindestmaß für Bachforellen beträgt 33 Zentimeter. Der Lough Mask ist ein staatliches Gewässer, weswegen hier Angeln ohne Angelschein auf Forellen erlaubt ist!
Der irische Angler fischt in der Regel auf Forellen. Bei Anglern vom europäischen Festland weithin bekannt und beliebt ist hier aber auch der relativ große Bestand an Hechten. Weitgereiste Hechtangler berichten immer wieder von der unvergleichlichen Stärke der Hechte in diesem kristallklaren See. Durch die auch für diesen Raubfisch hier optimalen Bedingungen ist es durchaus möglich, kapitale Hechte mit einem Stückgewicht von bis zu 40 Pfund (!) im Lough Mask zu fangen.

Ein interessante Anekdote, deren Hinterlassenschaft man heute noch besuchen kann, spielte sich auch hier ab: Kurz vor dem Ende der britischen Besatzung Irlands überlegte man im fernen London, dass man die hier ansässige Landbevölkerung viel einfacher kontrollieren könnte, wenn man z.B. mit einem Kanonenboot vom Lough Corrib in den Lough Mask und Retour fahren können. Also beschloss man, die beiden großen west-irischen Seen mittels eines Kanals über die Landenge zu verbinden. Dieser wurde dann auch unter großem Aufwand quasi von Hand gegraben und mit einer Brücke versehen. Als man den Kanal aber bei Eröffnung fluten wollte, stellte sich heraus, dass der hier vorherrschende Untergrund aus Kalksandsteinen so porös war, dass das Wasser im Kanal versickerte.  
Der so genannte „Dry Canal“ oder „Cong Canal“ liegt beim kleinen Dorf Cong unweit des bekannten Ashford Castle und kann heute besichtigt werden. Ach ja: Der Cong Canal ist spannenderweise ein ebenfalls sehr bekannter und aufgrund seiner Kürze sehr spezieller Lachs- und Forellenfluss (eigentlich ja ein Kanal). Aber das ist wieder eine andere Geschichte ...

Unser Tipp: Angeln in Irland kann man sehr gut mit einer Wandertour kombinieren. Eine interessante Option sind beispielsweise einwöchige Reisen in den Westen Irlands, zu finden bei highlaender-reisen.de. Die "Wanderwoche Connemara and Burren" oder die populäre "Activity Week".

http://fishinginireland.info/trout/west/mask.htm
http://www.flyfishireland.net/pages/lakemap.htm#mask
http://www.fishingwithfriends.ch/category.php?cat=49